Ausstellung von Xinyi Cheng im Hamburger Bahnhof Berlin

5. Januar 2021
Die Baloise Kunst-Preis-Trägerin von 2019 präsentiert ihre Werke im Hamburger Bahnhof Berlin. Es ist nach 2018 zum dritten Mal, dass dem Museum in Berlin eine Arbeit im Rahmen des Baloise Kunst-Preis geschenkt wird.
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Die Förderung von Talenten hat bei der Baloise Group eine lange Tradition. Seit vielen Jahren bietet sie mit ihren Angeboten in der Aus- und Weiterbildung den Einstieg in eine nachhaltige Karriere. Dieser Fördergedanke prägt auch ihr Kunstengagement.
Basis dafür ist ihre langjährige Sammeltätigkeit. Corporate Collecting ist ein wesentlicher Beitrag zur Unternehmenskultur. Ziel ist nicht in erster Linie der Wertzuwachs, sondern die Integration geistiger Werte als wesentliche Faktoren in die Unternehmenskultur der Baloise. Das Privileg, Kunst zu besitzen, sieht die Baloise mit der Pflicht verbunden, diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Haltung pflegt die Baloise auch mit dem Engagement in der Förderung moderner Kunst – durch Ankäufe für die eigene Sammlung und mit dem Baloise Kunst-Preis: Die Baloise fördert den künstlerischen Werdegang junger und aufstrebender Talente.
Der Baloise Kunst-Preis ist aufgrund seiner Reputation auch zu einem Sprungbrett geworden, um eine erfolgreiche Karriere anzustreben. Viele Preisträgerinnen und Preisträger dürfen sich heute zur Prominenz der internationalen Kunst-Szene zählen.

 

Vor 20 Jahren wurden zum ersten Mal zwei talentierte, junge Kunstschaffende mit dem Baloise Kunst-Preis ausgezeichnet. Seitdem werden jährlich zwei Künstler anlässlich der Art Basel aufgrund der Wahl durch eine international besetzte Fachjury ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 30.000 Schweizer Franken darüber hinaus erwirbt die Baloise Group Kunstwerke der Preisträgerinnen und Preisträger und macht sie zwei bedeutenden europäischen Museen zum Geschenk; aktuell dem MUDAM, Musée d’Art Moderne Grand Duc Jean, Luxemburg und dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.

Die Jury hat sich 2019 für die die italienische Künstlerin Giulia Cenci und für die chinesische Künstlerin Xinyi Cheng entschieden. Die Installation von Giulia Cenci wird derzeit im MUDAM Luxemburg ausgestellt; die Schenkungsfeier wurde wegen der Pandemie verschoben. Das Berliner Museum Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart zeigt aktuell in einer Einzelausstellung Arbeiten von Xinyi Cheng, weitere Informationen nachfolgend.

Xinyi Cheng widmet sich dem Genre der Porträtmalerei, getragen von Psychologie, gesellschaftlichen Beziehungen und persönlicher Faszination. Als weibliche Malerin wählt sie meistens männliche Modelle und widersetzt sich so dem tradierten, archetypischen Muster, das in diesem Genre über Jahrhunderte herrschte. Die Porträts werden in unbestimmter Umgebung gemalt und reichen von klassischer Komposition bis zu extremer Nahaufnahme. Der malerische Duktus variiert von flach zu detailliert, von dünn zu dick und von realistisch zu symbolisch. Die Personen in Xinyi Chengs Arbeiten, ausgeführt in unrealistischen, aber ausdrucksstarken Farben, bestechen durch eine raffinierte Kombination und Farbgebung und sind stets Darstellung und Fantasie zugleich.

Xinyi Cheng Art Basel 2019_Foto Andre Marc Raeubig

Werfen Sie einen Blick in die Ausstellung von Xinyi Cheng im Hamburger Bahnhof.

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Weitere Informationen:

Ausstellung von Xinyi Cheng im Hamburger Bahnhof Berlin

Interview mit Xinyi Cheng an der Art Basel 2019

Galerie: Balice Hertling, Paris, Frankreich

Jurymitglieder Baloise Art Prize 2019:
Marie-Noëlle Farcy, Kuratorin/Leiterin der Sammlung, MUDAM, Luxemburg; Dr. Gabriele Knapstein, Leiterin Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Nationalgalerie Berlin; Harald Falckenberg, Sammlung Falckenberg, Hamburg; Lionel Bovier, Direktor Musée d'art moderne et contemporain (MAMCO), Genf und Martin Schwander, Künstlerischer Berater der Baloise, Vorsitzender der Jury.