Baloise schenkt dem Hamburger Bahnhof Berlin das zweite Werk

28. Oktober 2019
Die Baloise schenkt dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart eine Arbeit von Lawrence Abu Hamdan, Baloise Kunst-Preis-Träger 2018. Es ist nach 2018 zum zweiten Mal, dass dem Museum in Berlin eine Arbeit im Rahmen des Baloise Kunst-Preis geschenkt wird.
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Die Förderung von Talenten hat bei der Baloise Group eine lange Tradition. Seit vielen Jahren bietet sie mit ihren Angeboten in der Aus- und Weiterbildung den Einstieg in eine nachhaltige Karriere. Dieser Fördergedanke prägt auch ihr Kunstengagement.
Basis dafür ist ihre langjährige Sammeltätigkeit. Corporate Collecting ist ein wesentlicher Beitrag zur Unternehmenskultur. Ziel ist nicht in erster Linie der Wertzuwachs, sondern die Integration geistiger Werte als wesentliche Faktoren in die Unternehmenskultur der Baloise. Das Privileg, Kunst zu besitzen, sieht die Baloise mit der Pflicht verbunden, diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Haltung pflegt die Baloise auch mit dem Engagement in der Förderung moderner Kunst – durch Ankäufe für die eigene Sammlung und mit dem Baloise Kunst-Preis: Die Baloise fördert den künstlerischen Werdegang junger und aufstrebender Talente.
Der Baloise Kunst-Preis ist aufgrund seiner Reputation auch zu einem Sprungbrett geworden, um eine erfolgreiche Karriere anzustreben. Viele Preisträgerinnen und Preisträger dürfen sich heute zur Prominenz der internationalen Kunst-Szene zählen.

 

Vor 20 Jahren wurden zum ersten Mal zwei talentierte, junge Kunstschaffende mit dem Baloise Kunst-Preis ausgezeichnet. Seitdem werden jährlich zwei Künstler anlässlich der Art Basel aufgrund der Wahl durch eine international besetzte Fachjury ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 30.000 Schweizer Franken darüber hinaus erwirbt die Baloise Group Kunstwerke der Preisträgerinnen und Preisträger und macht sie zwei bedeutenden europäischen Museen zum Geschenk; aktuell dem MUDAM, Musée d’Art Moderne Grand Duc Jean, Luxemburg und dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.

Die Jury hat sich 2018 für die die koreanischen Künstlerin Suki Seokeoyong Kang und für den jordanisch-britischen Lawrence Abu Hamdan entschieden. Die Arbeit von Suki Seokeoyong Kang wurde im September 2019 dem MUDAM Luxemburg übergeben. Vergangenen Freitag erhielt das Berliner Museum Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart das Werk des Jordaniers und feierte im Rahmen der Preisübergabe die Eröffnung der Sonderausstellung "Lawrence Abu Hamdan - The Voice Before the Law", die eigens zu Ehren des Künstlers kuratiert wurde. Das prämierte Werk steht dabei im Mittelpunkt dieser Ausstellung.

Die audiovisuellen und installativen Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan haben die politischen Dimensionen von Sprache und Kommunikation zum Thema. Seine Kunst ist nie unpolitisch. Als Resultat wissenschaftlicher Forschungen zeigt sie, wie Sprache sich auf Asylverfahren, auf Fragen nach der Staatsbürgerschaft, also auf den rechtlichen Status eines Menschen auswirkt. Der Künstler war u.a. massgeblich an der Rekonstruktion von Abläufen und Praktiken in einem syrischen Gefängnis mithilfe der Auswertung akustischer Erinnerungen überlebender Häftlinge beteiligt, dies in Zusammenarbeit mit Amnesty International und dem unabhängigen Institut Forensic Architecture.

Für diese Arbeit ist er im übrigen auch für den Turner Preis nominiert.

Die Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan sind noch bis 9. Februar 2020 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin zu sehen.

           

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