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Künstler von A-Z Jean Pfaff

*1945

  • Ohne Titel (1978/2000)
    Ohne Titel
    Künstlerin / Künstler: Jean Pfaff Datierung: 1978/2000 Typ: Gemälde Material: Kunstharz auf Holz, 3-teilig Masse: 144 x 111 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: Unbekannt Inventarnummer: 5711 A Copyrighthinweis: © Jean Pfaff
Während des Studiums beschäftigt sich Jean Pfaff intensiv mit Farbtheorien; in seinen ersten Arbeiten setzt er seine Untersuchungen der Spektralfarben um. Die frühen Bilder werden noch mittels Zeichnungen und Collagen vorbereitet, so die dem Konstruktivismus und dem Shaped Canvas verpflichteten mehrteiligen Gemälde auf Holztafeln für die Ausstellung im Kunstmuseum Basel 1977. Vorausgegangen war diesen dunklen Bildtafeln auch die Beschäftigung mit der Minimal Art und der Konzeptkunst. Stärker von der Farbe bestimmt sind die Gemälde der frühen 1980er Jahre, differenziert gemalt in lasierenden Schichten: Leinwände mit grossen monochromen Farbflächen, oft rötlichbraun, eingegrenzt durch kurze Streifen oder Balken anderer Farbe. 1986 werden in einer Ausstellung der Graphischen Sammlung der ETH in Zürich Pfaffs Lithografie-Unikate detailliert ausgebreitet; das Basler Museum für Gegenwartskunst zeigt collagierte Aquarelle und objektartige, zu sogenannten Sandwich-Bildern geschichtete Leinwände. In den folgenden Jahren monochrome Malereien in Emailfarbe auf handgeschöpftem Papier, präsentiert in Blöcken. Die Pinturas von 1992 – bemalte Bretter und Latten, die zu grösseren Flächen verbunden sind – pendeln zwischen Objekt und Bild. Die dunklen Spalten zwischen den einzelnen Elementen heben sich als schwarze Linien von den satten Farbflächen ab.

Marco Obrist: «Jean Pfaff». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2018 (erstmals publiziert 1998).