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Künstler von A-Z Paul Stöckli

1906–1991

  • 14 Entwürfe für die Bauverglasung, Aeschengraben 25 (1955/1956)
    14 Entwürfe für die Bauverglasung, Aeschengraben 25
    Künstlerin / Künstler: Paul Stöckli Datierung: 1955/1956 Typ: Arbeit auf Papier Material: Gouache und Tusche auf Papier Masse: 13,8 x 11,9 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1956 Inventarnummer: 0408 Copyrighthinweis: © Nachlass Paul Stöckli; Fotos: Christian Baur, Basel
  • Tagebuchblatt Nr. 23 (1979/1980)
    Tagebuchblatt Nr. 23
    Künstlerin / Künstler: Paul Stöckli Datierung: 1979/1980 Typ: Arbeit auf Papier Material: Kleisterfarben auf Zeitungspapier Masse: 95,5 x 66,5 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1980 Inventarnummer: 0412 Copyrighthinweis: © Nachlass Paul Stöckli; Fotos: Christian Baur, Basel
  • Schwarze Zeichen auf rotem Grund (n. d.)
    Schwarze Zeichen auf rotem Grund
    Künstlerin / Künstler: Paul Stöckli Datierung: n. d. Typ: Druckgrafik Material: Radierung auf Papier Masse: 35,3 x 48,6 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1956 Inventarnummer: 0407 Copyrighthinweis: © Nachlass Paul Stöckli; Fotos: Christian Baur, Basel
  • Komposition 11 (um 1961)
    Komposition 11
    Künstlerin / Künstler: Paul Stöckli Datierung: um 1961 Typ: Gemälde Material: Mischtechnik auf Pavatex Masse: 65,5 x 165,5 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1963 Inventarnummer: 0411 Copyrighthinweis: © Nachlass Paul Stöckli; Fotos: Christian Baur, Basel
Nach dunkeltonigen figurativen, teils sich am expressionistischen Duktus Georges Rouaults orientierenden, teils an Paula Modersohn-Becker erinnernden Anfängen wendet sich Paul Stöckli einer ungegenständlichen, dem Informel nahen Malerei zu. Ein Auslöser dafür mögen die Aufträge für Kirchen sein. Für das Wandbild in der Oltener Marienkirche reduziert Stöckli 1953 die Kreuzweg-Szenen auf einfache und klare, leicht lesbare Zeichen. Bald findet er in den Beton-Glasmalereien (zum Beispiel in der Kirche Obergösgen 1954–1955) eine schlichte, aber kräftige und mitunter auch dynamische Liniensprache im Sinn östlicher Kalligrafien. Hier schliesst sein nach dem 65. Lebensjahr entstandenes Werk an, das ihn bis zu seinem Tod täglich beschäftigt: Collagen aus geschnittenen und in freier Assoziation wieder zusammengesetzten bemalten Kartonstücken oder Papierfragmenten und die auf entfaltete Zeitungen gekritzelten, gezeichneten und gemalten Tagebuchblätter. Collagen und Tagebuchblätter sind von einem regelmässigen Fluss geprägt, welcher die Formen und Farben und alle die subtilen, nuancenreichen Abstufungen und Schattierungen in einem natürlichen, selbstverständlichen und zwanglos sich ergebenden Prozess heranwachsen lässt. Mitunter schleichen sich wie zufällig figurative Elemente in dieses freie und trotz der vielen Grautöne oder des vielen Schwarz unbekümmert-heitere Spiel ein – so in den grossen Collagen, die Paul Stöckli 1986 im Kunstmuseum Luzern zeigt, und in manchen Tagebuchblättern.

Niklaus Oberholzer: «Paul Stöckli». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2018 (erstmals publiziert 1998).