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Künstler von A-Z Walter Bodmer

1903–1973

  • Bemaltes Metallrelief (1962)
    Bemaltes Metallrelief
    Künstlerin / Künstler: Walter Bodmer Datierung: 1962 Typ: Relief Material: Draht und Blech auf Holzplatte Masse: 71,3 x 86,2 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1962 Inventarnummer: 0061 Copyrighthinweis: © Nachlass Walter Bodmer
  • Dreiteiliges Metallrelief (1962)
    Dreiteiliges Metallrelief
    Künstlerin / Künstler: Walter Bodmer Datierung: 1962 Typ: Relief Material: Draht und Blech auf Holzplatte Masse: 78,5 x 100,5 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1962 Inventarnummer: 0060 Copyrighthinweis: © Nachlass Walter Bodmer
  • Kaleidoskop (1955)
    Kaleidoskop
    Künstlerin / Künstler: Walter Bodmer Datierung: 1955 Typ: Gemälde Material: Öl auf Leinwand Masse: 90 x 110 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1956 Inventarnummer: 0058 Copyrighthinweis: © Nachlass Walter Bodmer
  • Aus Fragmenten gebaut (1956)
    Aus Fragmenten gebaut
    Künstlerin / Künstler: Walter Bodmer Datierung: 1956 Typ: Gemälde Material: Öl auf Karton Masse: 33,5 x 62,8 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1956 Inventarnummer: 0059 Copyrighthinweis: © Nachlass Walter Bodmer
  • Improvisation (1953)
    Improvisation
    Künstlerin / Künstler: Walter Bodmer Datierung: 1953 Typ: Gemälde Material: Öl auf Leinwand Masse: 100 x 125 cm Zugangsdatum/Ankaufsdatum: 1958 Inventarnummer: 0057 Copyrighthinweis: © Nachlass Walter Bodmer
Die Linie kann als das grundlegende künstlerische Mittel Bodmers bezeichnet werden; an ihrem Einsatz lässt sich seine künstlerische Entwicklung verfolgen: Während die Linie zu Beginn eine darstellende Funktion einnimmt, entdeckt Bodmer später ihren Eigenwert und verzichtet auf gegenständliche Motive. Als künstlerisches Ziel zeichnet sich die konstruktive Durchdringung der Fläche ins Räumliche ab; diese Tendenz ist sowohl innerhalb der einzelnen Gattungen als auch in der chronologischen Abfolge vom Bild zum Relief und zur Plastik feststellbar. Mit den neu erworbenen Ausdrucksmöglichkeiten der Linie vervollständigt sich das zeichnerische Alphabet, wobei sich Schraffuren und Rasterformen als wichtige Gestaltungsmittel erweisen.

Die Gleichwertigkeit gegensätzlicher Elemente manifestiert sich besonders in den Gemälden, in denen die Beziehung von Form und Raum thematisiert wird. Dabei werden antithetische Momente bildwirksam: Statisch-dynamisch, zentrifugal-zentripetal, offen-geschlossen, kompakt-schwebend. Der in den späteren Bildern eintretende Ausgleich der bildnerischen Mittel drückt sich beispielsweise in einem Wechselspiel von kleinteiligen Schraffuren und weitgespannten Farbnetzen aus.

Das Grundanliegen Bodmers liegt, in Anlehnung an das Diktum von Paul Klee, im Sichtbarmachen des Unsichtbaren. Die Linie spielt dabei eine konstitutive Rolle; ihre Funktion im Kunstwerk reicht von der Darstellung lyrisch-musikalischer Beschwingtheit bis zur Erfassung von Strukturen.

Hans-Peter Fleury: «Walter Bodmer». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2010